Theater mit Grundschulkindern

Bereits nach meiner Grundausbildung zur Theaterpädagogin bot ich an der Jugendkunstschule in Reutlingen eine Theaterwerkstatt für Grundschulkinder an und habe seither kontinuierlich in verschiedenen Bereichen und Kooperationen Projekte mit Kindern gemacht.

Kinderkreativwoche

Ferienangebot der Jugendkunstschule Reutlingen in Kooperation mit dem Kunstmuseum Reutlingen

Die Kinderkreativwoche wird Grundschulkindern in allen Schulferien angeboten, im Sommer findet sie zweimal statt. Gestaltet wird die Woche von einem Team, in welchem ich als Theaterpädagogin den „roten Faden“ eines offen gehaltenen Kreativprozesses verantworte, gemeinsam mit einer Museumspädagogin sowie Kunst- und Kunsttherapie-Studentinnen. Eine Ausstellung im Kunstmuseum, die wir zum Auftakt mit den Kindern spielerisch erkunden, gibt den Impuls zu dem kreativen Schaffensprozess. Die Wochen gestalten wir unterschiedlich, so dass Kinder auch mehrmals teilnehmen können. Wechselnde Kunstausstellungen geben neue Impulse, ebenso machen wir wechselnde Angebote an Materialen (von Pappe und Papier über Textilien, Karton, Holz, Ton, Malfarben unterschiedlicher Art etc) und Gestaltungsmöglichkeiten. So entstehen mal Kostüme aus selbst bedrucktem Vlies, mal aus Zeitungspapier, die dann in der Live-Performance zum Abschluss vorgeführt werden; die Kinder zeichnen ein „Drehbuch“ zu einer eigenen Geschichte, die auch als Folge von Standbildern aufgeführt wird oder formen Köpfe aus Ton zu Gefühlen, welche ins Bühnenspiel mit eingebaut werden. Die jeweiligen Kunstwerke der Kinder finden ihren Platz in einer Ausstellung, die zum Abschluss in Wechselwirkung mit einer Live-Performance vor geladenen Gästen präsentiert wird.

Dornröschen

frei nach den Brüdern Grimm

Eduard-Spranger-Schule, 3. Klasse

Der Klassenlehrer wollte gerne mit seiner 3. Klasse „Theaterluft schnuppern“. Da Märchen gerade Thema im Unterricht waren, schlug er „Dornröschen“ vor. Die Proben fanden über 9 Monate vormittags in einer Unterrichtsstunde statt. Den Einstieg ins Geschichten erzählen machte ich mit den 25 Kindern über Playbacktheater. Mittels Statuentheater ließ ich sie dann das Märchen erst mal „bebildern“ und von der Königin über den Thron bis zu Fröschen, Pferden und Dornenhecke alles mit ihren Körpern darstellen. Diese Standbilder wurden dann „verlebendigt“ und schließlich schrieb ich einen Text, in dem sich die Kinder erzählend und spielend in den Rollen abwechselten. Bei der Aufführung saß die Klasse in einem großen Halbkreis auf der Bühne und jedes Kind schlüpfte für den jeweiligen Auftritt je nach Rolle in das erforderliche Kostüm. Für die Kostüme hatte ich Vorlagen entworfen, nach denen wir mit Kindern, Eltern und dem Klassenlehrer an einem Nachmittag gemeinsam die Kostüme aus weißem und schwarzem Vlies mittels Schere und Tacker bastelten.